| "Die beleibten Deutschen,
und wer bedauert das dünne Volk ?"
Wem gehört die Perle in der Auster ?
Kochkunst in der Klemme
Globalisierung – Ende
oder Bereicherung der heimischen Küchen?
Aceto
Balsamico - kulinarische Wunderwaffe in allen
Küchenbereichen !
200
Jahre Königreich Sachsen
Der
Henker bittet zu Tisch
Der
kurfürstliche Salzbann vor 225 Jahren
Aus
den Randnotizen der Koch - Kulturgeschichte
Carne
– vale, Fleisch ade, die Fastenzeit ist da
Ein süßer Geburtstag
- 160 Jahre Würfelzucker
Aus
Wald, Wiese und Feld
Die
Kunst des Geschmacksgenusses
"Verbraucher seid wachsam!"
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30.03.2003
Carne – vale, Fleisch ade, die Fastenzeit ist
da
„Nein,
ich kann in der ganzen Welt nichts Angenehmeres mir
denken, als sich Fröhlichkeit des ganzen Volkes
bemächtigt und in den Häusern die Gäste
dem Sänger horchen, indem vor ihnen voll die
Tische gedeckt sind mit Gebackenem und Fleisch und
der Schenk den Wein aus der Kumpe schöpft und
ringsherum in vollen Bechern verteilt, das nennet
mein Herz die höchste Wonne des Lebens“.
Was sich anhört wie die gestelzte Rede eines
Karnevalsprinzen stammt von Homer, steht in der Odyssee
und wurde geschrieben 2000 Jahre bevor der Karneval,
oder die Fastnacht, wie es damals noch weithin genannt
wurde, zum ersten Mal in Köln des Jahres 1234
als Volksbelustigung erwähnt und verbürgt
ist. Zwischen antiker und moderner Auffassung von
Jubel – Trubel – Heiterkeit besteht also
kaum ein Unterschied. Ursprünglich war die Fastnacht
der Vorabend und die Nacht zum Aschermittwoch, dem
Beginn eines 40 tägigen Fastens vor Ostern. Ein
Brauch, der seit Anfang des 7. Jahrhunderts in der
abendländischen Kirche Usus wurde. Seine Wurzeln
reichen zurück bis zu den Frühlingsfesten
vorchristlicher Zeiten, zu den germanischen Julfesten,
den römischen Saturnalien (am 17.12.) und Lupercalien
(am 15.2.). Ziel und Zweck dieser meist lautstarken
Festivitäten war es, den Winter nebst allen bösen
Geistern zu vertreiben. Dies wiederum glaubte man
am ehesten zu erreichen mit viel Lärm, drohenden
Masken und fratzenhafter Vermummung. Nun galt es nur
noch, den Frühling günstig zu stimmen, sich
demütig, opferbereit und würdig vorzustellen
und die Sache war gelaufen. Das Fasten zu Ehren einer
Gottheit, der totale oder teilweise Verzicht auf Nahrung
galt schon immer als vorzügliches Mittel zur
Akzeleration göttlichen Wohlwollens. Es klappte
zudem immer, der nächste Frühling kam bestimmt.
Fasten
ist historisch populär
Bewusstes
zielgerichtetes und zumeist religiöses Fasten
ohne äußere Not ist älter als das
Christentum. Fasten ist als physiologische Möglichkeit
zum Überleben bei Nahrungsmangel aber auch zur
Regeneration allen Lebewesen naturgemäß
einprogrammiert. Ein Hauptproblem für Diätwillige,
weil der Körper in jedem Fall substanzerhaltend
gegenreagiert. Als der Homo noch nicht so sapiens
war, fastete er instinktiv wie die Tiere, beispielsweise
bei Krankheiten, psychischen Belastungen, vor Geburten
und vor dem Tod. Mit fortschreitender Zivilisation
wurde dieses Regularium fast vollständig gelöscht.
Der Mensch wurde .....
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R.L. |